25.06.2018 · 19:33

«ganz konkret»

Folge 1 & Folge 2

 

Mit zahlreichen wichtigen Werken aus der hauseigenen Sammlung, hochkarätigen Leihgaben und spannenden Einzelpräsentationen von historisch relevanten wie auch jungen Künstlerpositionen entzündet das Museum Haus Konstruktiv in zwei Folgen und verschiedenen Kapiteln ein Feuerwerk ganz konkreter Ansätze!

ganz konkret - Folge 1 & Folge 2, Ausstellungsansicht, Museum Haus Konstruktiv, 2010
ganz konkret - Folge 1 & Folge 2, Ausstellungsansicht, Museum Haus Konstruktiv, 2010

Das Museum Haus Konstruktiv begibt sich auf eine Spurensuche nach den Anfängen, den Erscheinungs-formen und den Entwicklungslinien reduktionistischer Ansätze und entwirft eine Auslegeordnung, in der auf vier Stockwerken über 100 Jahre Kunstgeschichte aufleben. Das Credo lautet, dass die Klarheit und Sinnlichkeit der reduktionistischen Kunst einen reichen Fundus an zeitlosen Ideen bereithält, deren Durchleuchtung stets neue, faszinierende Erkenntnisse hervorbringt. Ausgehend von den Themen der hauseigenen Sammlung, deren Umfang sich in den letzten sechs Jahren fast verdoppelt hat, wurde das umfassende Ausstellungsprojekt «ganz konkret» entwickelt: Mit zahlreichen wichtigen Werken aus der Sammlung, hochkarätigen Leihgaben und spannenden Einzelpräsentationen von sowohl historisch relevanten wie auch jungen Künstlerpositionen entsteht in zwei Folgen und verschiedenen Kapiteln ein wahres Feuerwerk ganz konkreter Ansätze! Wann hat es begonnen? – Mögliche Zeitachsen der konstruktiven und konkreten Kunst Russland gilt als die Wiege des Konstruktivismus. Wladimir Tatlin, Kasimir Malewitsch, El Lissitzky, Ljubow Popowa oder auch Naum Gabo zählen zu den Pionieren der russischen Avantgarde. 1915 schreibt Malewitsch das Manifest «Vom Kubismus zum Suprematismus». 1930 verfasst der niederländische Künstler und Theoretiker Theo van Doesburg gemeinsam mit seinen Künstlerkollegen Otto Gustav Carlsund, Jean Hélion, Léon Tutundjian und Marcel Wantz das Manifest «Die Grundlage der konkreten Malerei». Folgt man Max Bill, so setzt die Entwicklung der konkreten Kunst im Jahre 1910 mit einem Aquarell von Wassily Kandinsky ein, das den Beginn einer neuen autonomen Gestaltung mit Farben und Formen markiert. Kandinsky selbst hat es nachträglich als «première œuvre concrète» bezeichnet. 1960 präsentierte Max Bill dieses Werk in seiner mittlerweile legendären Ausstellung «konkrete kunst – 50 jahre entwicklung» im Helmhaus Zürich. Nach Bills Zeitrechnung würden wir also in diesem Jahr das 100-jährige Jubiläum der konkreten Kunst feiern. Nach Richard Paul Lohse hingegen sind die Anfänge der konkreten Kunst bereits um das Jahr 1900 auszumachen, nämlich in den geometrisch angelegten Pastellen von Augusto Giacometti. Und nicht zu vergessen: Schon im 18. und 19. Jahrhundert findet sich in manch einem Gemälde ein konstruktivistisch geprägtes Bildverständnis. Das Ausstellungsprojekt «ganz konkret» will keinen Expertenstreit dokumentieren, sondern öffnet das Zeitfenster und zieht das Publikum in die spannende Historie der konkreten Kunst hinein, deren Beginn sich vielleicht nicht ausschliesslich an einem Werk festmachen lässt, deren Innovationskraft jedoch seit dem frühen 20. Jahrhundert wegweisend weiterwirkt. Fünf Monate «ganz konkret» im Haus Konstruktiv Die Ausstellung «ganz konkret» ist in zwei Folgen mit verschiedenen Kapiteln (Einzel- und Gruppenaus-stellungen) gegliedert, einzig die grosse Halle im Erdgeschoss bleibt für die Dauer von fünf Monaten unverändert, bildet sozusagen das Fundament der Präsentation: «ganz konkret».

Trailer zur Ausstellung >>>



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25.06.2018
19:30 Uhr MESZ