21.10.2017 · 12:29

Quantum of Disorder

Ein Kooperationsprojekt mit dem artists-in-labs program ICS/ZHdK, kuratiert von Sabine Schaschl und Irène Hediger

Die Gruppenschau «Quantum of Disorder» stellt eine Reihe von Künstlern bzw. Künstlergruppen vor, die ihre Werke mittels neuer Technologien und Programmierungen aus dem Wechselspiel von Ordnung und Unordnung, System und Abweichung kreieren.

Mit Werken von Thomas Baumann, Cod.Act, Attila Csörgő, Alexandre Joly, Peter Kogler, Pe Lang, Carsten Nicolai, Semiconductor, Troika

Arbeiten von Attila Csörgő, Ausstellungsansicht Museum Haus Konstruktiv 2015, Foto: Zürcher Hochschule der Künste
Arbeiten von Attila Csörgő, Ausstellungsansicht Museum Haus Konstruktiv 2015, Foto: Zürcher Hochschule der Künste

Vor dem Hintergrund der zeitgleich im Haus Konstruktiv stattfindenden Einzelausstellung der Computerkünstlerin Vera Molnar und der kuratorischen Tätigkeit des artists-in-labs program in Kunst und Wissenschaft entstand die Überlegung, eine Plattform für transdisziplinäre Ansätze in der Gegenwartskunst zu schaffen. Festgelegte Ordnungs- und Gestaltungssysteme, das Bestimmen von Algorithmen und Parametern, die bestimmte Formen generieren oder Funktionen in Gang setzen, mathematische Berechnungen und wissenschaftliche Ableitungen bilden die Basis sowohl der konstruktiv-konkreten Kunst als auch der hier gezeigten Positionen. Der Einbezug von Unordnung und Abweichung ist dabei ein ebenso wesentliches wie verbindendes Moment.
Das Kooperationsprojekt stellt weder eine These auf, noch will es ein Resultat vermitteln. Vielmehr versteht es sich als ein Experiment, in dem Fragestellungen der Kunst auf naturwissenschaftliche Prozesse und Errungenschaften treffen. Als gemeinsamer Nenner erweisen sich Ordnungsprinzipien, die die Basis sowohl der künstlerischen als auch der wissenschaftlichen Praxis bilden. Die Ausstellung zeigt neun Künstlerpositionen, die einen Einblick in verschiedene Möglichkeiten algorithmischer und systematischer Anwendungen bieten. Das Spektrum reicht dabei von computergesteuerten Plotterbildern, die eine direkte Verbindung zu Vera Molnar nahelegen, über kinetische Installationen, in denen eine geometrische Form in eine andere transformiert wird, bis hin zu computergenerierten All-over-Bildern, die unsere räumliche Wahrnehmung hinterfragen, oder zu Videoaufnahmen, in denen unsichtbare Magnetstrahlen in einem Forschungslabor sichtbar gemacht werden.

Trailer zur Ausstellung >>>



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21.10.2017
12:15 Uhr MESZ