Der Glaube an die Reduktion

26. Oktober 2016 bis 14. Januar 2017
Vernissage: 25. Oktober, 18 Uhr

Thesenausstellung anlässlich des Jubiläums «500 Jahre Reformation»

2017 feiert die Reformation ihr 500-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass realisiert das Museum Haus Konstruktiv eine Thesenausstellung mit dem Titel «Der Glaube an die Reduktion», in der die Auswirkungen der Reformation – die Demokratisierung, die Abwendung von der Reliquien- und Heiligenverehrung, die Dominanz der Vernunft und die Vereinfachung durch Sachlichkeit und System – in Bezug zum Kunst- und Designverständnis der Zürcher Konkreten gesetzt wird.
Die These geht davon aus, dass die Reformation, die 1517 die Welt nachhaltig veränderte und 1519 mit Huldrych Zwingli Zürich erreichte, den geistig-sozialen Nährboden für die Entfaltung zahlreicher späterer kultureller Strömungen bildete, so auch für die Kunst der Zürcher Konkreten. Noch heute wird das «Zwinglianische» als ein wichtiger Aspekt des sozialen Milieus in Zürich betrachtet. Die direktesten Verbindungen zwischen der Reformation und den Zürcher Konkreten liegen in dem Wunsch nach Demokratisierung, nach einer Beschränkung auf das Wesentliche und in der Hinwendung zu Schlichtheit, Klarheit, Reduktion und Funktionalität.

In dieser gross angelegten Themenausstellung findet eine Gegenüberstellung statt, ein Dialog zwischen Gemälden, Zeichnungen, (Architektur-)Entwürfen und Produktdesign der Zürcher Konkreten einerseits und liturgischen Objekten, historischem Textmaterial sowie Video-Interviews andererseits.



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25.02.2017
09:45 Uhr MEZ