25.02.2017 · 09:57


Jürg Stäuble
Mehr sein als System

1. Juni bis 3. September 2017
Vernissage: 31. Mai, 18 Uhr

Zeitgleich zur Einzelausstellung von Tomás Saraceno würdigt das Museum Haus Konstruktiv das rund 50-jährige, im Umfeld von Minimal Art, Land Art und Konzeptkunst verortete Schaffen des Schweizer Objektkünstlers, Bildhauers und Zeichners Jürg Stäuble (geb. 1948 Wohlen, lebt und arbeitet in Basel) mit einer umfangreichen, retrospektiv angelegten Einzelausstellung.

Obschon seine raumdurchdringenden Objekte und Installationen meist aus mathematischen Überlegungen, Konstruktionszeichnungen und Modellen hervorgehen, ist Jürg Stäuble kein konstruktiver Künstler im gängigen Sinne. In seiner Kunstpraxis ist Geometrie nur Ausgangspunkt oder Weg, nicht das Ziel. Selten lässt sich die logische Organisation seiner Werke entschlüsseln, meist handelt es sich um komplexe räumliche Strukturen, die wie Reflexionen über die Gestaltungskräfte der Natur erscheinen. So entstehen mit den Worten Beat Wismers nach den «subjektiv gesetzten Bedingungen eines Pseudogeometers» autonome Gebilde, die zwar auf strenger Rationalität basieren, aber deren irrationale Erscheinung eine Präsenz entfaltet, die jegliche zugrunde gelegte Logik überwindet und sinnlich erfahrbar ist.

Jürg Stäuble ist auch für seine zahlreichen architekturgebundenen Setzungen im öffentlichen Raum der deutschsprachigen Schweiz bekannt.



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25.02.2017
09:45 Uhr MEZ