23.01.2018 · 14:29

  


Till Velten

31. Mai bis 2. September 2018
Vernissage: 30. Mai, 18 Uhr

Was wäre, wenn Konzeptkünstler vergessen? Was, wenn Demenz auf eine Kunst trifft, die insbesondere auf der gedanklichen Schaffenskraft und Planbarkeit beruht? Ausgehend von diesen Fragestellungen präsentiert Till Velten (*1961 in Wuppertal, lebt und arbeitet in Basel) im Museum Haus Konstruktiv seine neuste Arbeit Wenn die kognitive Ordnung zerbricht, die als künstlerisches Forschungsprojekt angelegt ist.

Sein Interesse an den Themen Alter, Erinnerung und Vergessen veranlasste den Künstler, Betroffene und Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen aufzusuchen und zu interviewen. Velten sieht in der Methode des persönlichen Gesprächs «das spannendste Mittel, um in der Welt zu forschen».

Für sein Projekt im Museum Haus Konstruktiv führte er Dialoge mit Angehörigen von Demenzkranken und Mitarbeitern aus dem Demenz-Kompetenzzentrum Sonnweid in Wetzikon. Deren Aussagen werden nun von professionellen Sprechern und Sprecherinnen gelesen und bilden einen atmosphärischen Klangteppich im Haus Konstruktiv: Über verschiedene Lautsprecher erklingen einzelne Worte oder kurze Satzfragmente – mal leise, mal laut, mal freundlich, mal abweisend. Velten verwandelt den Ausstellungsraum in eine begehbare Installation, die durch eine Drehtür aus Plexiglas in zwei Zonen geteilt ist: Während die eine an eine zauberhafte, silbern glitzernde Winterlandschaft erinnert, wirkt die andere Saalhälfte düster und bedrohlich: Darin schweben dunkel glänzende, an Gesichter erinnernde Paneele mit integrierten Videoaufnahmen von Augenpaaren und Lippen, die sich zu den gesprochenen Worten zu bewegen scheinen.



Museum Haus Konstruktiv · Selnaustrasse 25 · 8001 Zürich · +41 (0)44 217 70 80 · info@hauskonstruktiv.ch
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23.01.2018
14:15 Uhr MEZ