24.10.2018 · 01:08

Visionäre Sammlung Vol. 14: Elias Crespin

Electrokinetics

Parallel zur Ausstellung «Gebaute Vision – Konkrete und abstrakte Kunst aus Lateinamerika. Die Sammlung Ella Fontanals-Cisneros» hat das Museum Haus Konstruktiv im Rahmen der Reihe «Visionäre Sammlung» den in Paris lebenden Künstler Elías Crespin zu einer Einzelpräsentation eingeladen. Aufs Vortrefflichste beweisen seinen beiden Werke von 2010 und 2011 – das jüngste hat Crespin speziell für seine Ausstellung im Haus Konstruktiv entwickelt – dass der Echoraum der Kunstgeschichte auch für eine jüngere Generation relevant bleibt und gleichzeitig neue Themen forciert: Der 1965 in Caracas geborene Künstler Elías Crespin, der ursprünglich Computerwissenschaften studierte, zeigte sich schon immer fasziniert von den konstruktivistischen und kinetischen Tendenzen der lateinamerikanischen Kunst. Vor allem Werke von Jésus Rafael Soto haben ihn schliesslich ab 2000 zu seinem eigenen künstlerischen Schaffen animiert und inspiriert.

Elias Crespin - Electrokinetics,Ausstellungsansicht, Museum Haus Konstruktiv, 2011 Foto: Stefan Altenburger
Elias Crespin - Electrokinetics,Ausstellungsansicht, Museum Haus Konstruktiv, 2011 Foto: Stefan Altenburger

Crespin ist ein profunder Kenner mathematischer Strukturen und technischer Umsetzungsmöglichkeiten, beides nutzt er nun für seine einzigartigen kinetischen Objekte. In der Tradition der venezolanischen konstruktiven Tendenzen stehend, schafft er poetische und hochsensible Formverwandlungen. Der Einfluss seiner Grossmutter Gego – von der einige wertvolle Werke in der Cisneros-Sammlung zu sehen sind – ist zwar durchaus spürbar, verstellt jedoch keineswegs den neuen, unverwechselbaren Stil Crespins. Seine scheinbar in der Luft schwebenden Strukturen aus Draht werden mittels unsichtbarer und in die Aufhängekonstruktion eingelassener Motoren bewegt. Computerprogramme geben die Impulse, die Crespins Installationen in immer neue Erscheinungsformen treten lassen. Jede Arbeit folgt einem Loop von ca. 12 bis 14 Minuten.
Eilias Crespins Objekte schlagen eine Brücke zwischen Technologie und Poesie, zwischen Geometrie und spielerischer Metamorphose. Crespin wird im Haus Konstruktiv mit zwei seiner neuesten Arbeiten erstmals in einem Schweizer Museum vorgestellt.



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24.10.2018
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